Am Anfang das Segelfliegen; heute die Profession.
Im Mai 1994 gründeten Carsten Weber und Thomas Schäfer AEROCONCEPT. Als begeisterte Segelflieger verfolgten die beiden Diplom-Ingenieure die Vision, in AEROCONCEPT ihre Leidenschaft mit ihrer Kompetenz auf dem Gebiet der Faserverbundtechnologie zu vereinen.
Zu den Aufträgen im Luftfahrtbetrieb kamen für den zertifizierten luftfahrttechnischen Instandhaltungsbetrieb bald Aufträge hinzu, die das Team zum Kompetenztransfer in verschiedene Industriesektoren herausforderten. AEROCONCEPT wuchs mit seinen Aufgaben und stellte sich im Laufe der Jahre einer Vielzahl an kreativen und technischen Herausforderungen. Zum neben der Luftfahrt wichtigsten Tätigkeitsfeld wurde der Servicebereich für Rotorblätter an Windkraftanlagen. Durch den Transfer und die Anpassung von im Luftfahrtbereich etablierten Verfahren auf die Anforderungen des Windenergiesektors in Verbindung mit der Nutzung der von AEROCONCEPT selbst entwickelten seilgestützten Arbeitsplattform AEROCLIMB wurde es möglich auch komplexe strukturrelevante Schäden an Rotorblättern instand zu setzen, ohne diese demontieren zu müssen und damit die Wirtschaftlichkeit dieser Reparaturlösung deutlich zu erhöhen.

” Der Werkstoff, den wir verarbeiten, entsteht bei der Produktion. Deshalb ist es so wichtig, dass unsere Leute das richtig machen. ”
Thomas
Bis heute ist AEROCONCEPT mit seiner Kernkompetenz in der Verarbeitung von Faserverbund-Kunststoff-Strukturen auf die Instandsetzung und Instandhaltung von Luftfahrtzeugen und Windkraftanlagen spezialisiert.

„Das braucht ein paar Jahre Ausbildungszeit bevor man ein Flugzeug reparieren kann.“
Carsten
Forschungsprojekt
AFARA

Die Erforschung einer adaptiven, zerstörungsfreien Prüfung von Faserverbundwerkstoffen mittels KI-gestütztem Radar ist ein wichtiger Beitrag für eine ressourcenschonende Zukunft.
Im Projekt AFARA entwickelt die Aeroconcept GmbH gemeinsam mit dem Fraunhofer FHR, der Ruhr-Universität Bochum dem Bochumer Institut für Technologie und der IBG-Automation GmbH ein neuartiges Verfahren zur Qualitätskontrolle des Fertigungsprozesses hochfester Faserverbundwerkstoffe.
Faserverbundwerkstoffe sind nicht nur hochtechnologisch, sondern liefern insbesondere einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. Bei der Herstellung von glasfaserverstärkten Strukturbauteilen wird die Faserstruktur durch das Umschließen verlegter Glasfaserhalbzeuge mit einer Harzmatrix fixiert. Unregelmäßigkeiten in der Ausrichtung und/oder im Verlauf der Faserverstärkung verändern die Struktureigenschaften und reduzieren somit die Qualität des entstandenen Verbundwerkstoffes. Derzeit ist eine Untersuchung des Faserverlaufs und der Faserschichtung bei Infusions- oder Injektionsprozessen nach der Vakuumkonsolidierung vor dem Einbringen der Harzmatrix nicht zuverlässig möglich, so dass Fehlstellen erst im Nachgang z.B. durch Ultraschalluntersuchung gefunden werden können. Dies macht eine kontrollierte Prozesskette de facto unmöglich und sorgt für kostenintensive Nacharbeit oder zum Verschrotten von Bauteilen
Hier setzt AFARA mit seiner innovativen Lösung zur adaptiven, zerstörungsfreien Prüfung von Faserverbundwerkstoffen mittels KI-gestütztem Radar an. Hierdurch werden Fehlerstellen rechtzeitig in der Produktion erkannt und somit die Qualität, Zuverlässigkeit und Ressourceneffizient merklich gesteigert.
Durch hochauflösende Radarabbildung kann die Faserstruktur bereits vor dem Vergießen dreidimensional abgebildet und somit noch optimiert werden. Aeroconcept erarbeitet im Projekt die Systemspezifikation für das Messsystem unter anderem durch die Definition von zu detektierenden Fehlern. Aeroconcept stellt für die Projektpartner Probestücke, Halbzeuge und Messmaterialien her. Im weiteren Verlauf des Projekts werden industrielle Testumgebungen für die Erprobung sowohl der Radartechnologie als auch der Robotik entwickelt.
Durch die Erfahrung der Aeroconcept GmbH kann die Technologie unmittelbar in den Fertigungs- und Monitoringprozess der Rotorblattherstellung eingebracht werden.

Mit Mitteln der Europäischen Union und des Landes NRW finanziert im Rahmen des Vorhabens EFRE-20800722.













